Flexibilität wird in Zukunft noch wichtiger werden

(c) gettyimages/Stas_V
(c) gettyimages/Stas_V

Unternehmen brauchen veränderungswillige Mitarbeiter – in den kommenden fünf Jahren mehr denn je, glauben deutsche Personaler laut einer aktuellen Studie. Doch es besteht Handlungsbedarf.

Die Bereitschaft zu Veränderung und Flexibilität wird in Zukunft zu einer immer wichtiger werdenden Kernkompetenz. Das ist das Ergebnis der Studie „Anforderungen der digitalen Arbeitswelt“, für die das Institut der deutschen Wirtschaft Consult im Auftrag des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) knapp 700 Personaler befragt hat.

+++Sie bekommen von HR nicht genug? (heart) Dann melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an. Hier geht es zur Anmeldung!+++

Demnach glauben fast 60 Prozent der Befragten, dass Veränderungsbereitschaft als Anforderung an die Mitarbeiter in den kommenden fünf Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen wird. Erst danach kommen Soft Skills wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit (40 Prozent) sowie Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit (34 Prozent). IT-Fachwissen und berufliches Fachwissen stehen nur an vierter und fünfter Stelle.

Bei Soft Skills besteht Nachholbedarf

Allerdings sehen die befragten HR-Manager gerade im Bereich der Veränderungsbereitschaft den größten Nachholbedarf bei ihren Mitarbeitern. Während knapp jeder Dritte den Kompetenzbedarf beim beruflichen Fachwissen in seiner derzeitigen Belegschaft „voll und ganz“ gedeckt sieht, ist das im Bereich Veränderungsbereitschaft und Flexibilität nur für sieben Prozent der Fall.

Mittels neuer Lernformate könnten die nötigen Soft Skills gefördert werden. Doch die Studie zeigt: Viele Unternehmen schöpfen das Potenzial dieser Lernformate nicht aus. So hat fast die Hälfte der befragten Personaler bereits digitale Lernmedien genutzt, um ihre Mitarbeiter beruflich weiterzubilden. Aber nur rund ein Viertel der Unternehmen haben diese Methoden eingesetzt, um die sozialen und persönlichen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Elke Eller, Präsidentin des BPM, sieht dringenden Handlungsbedarf. Dabei sei auch die Politik gefragt, die Voraussetzungen schaffen müsse, um das schulische und berufliche Bildungssystem auf die entsprechenden Kompetenzfelder auszurichten. „Sonst“, so mahnt Eller, „ist fehlende Veränderungsbereitschaft in der digitalen Arbeitswelt das, was der Fachkräftemangel heute ist – eine Bremse für Wachstum und Wohlstand“.

BPM-Studie Digitale Arbeitswelt
Quelle: Studie „Anforderungen der digitalen Arbeitswelt“ vom Bundesverband der Personalmanager und IW Consult 2018

Weiterbildungen zum Thema Personalentwicklung und Corporate Learning