Krankmeldung: Bald keine gelben Zettel mehr nötig?

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Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetzesentwurf Krankmeldungen digitalisieren.
© gettyimages / Henrik Dolle

Die Bundesregierung plant, Bürokratie abzubauen. Dabei soll unter anderem die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung digitalisiert werden.

Mit dem „Bürokratieentlastungsgesetz III“ will Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Bürokratie abbauen. Eine Reihe von Änderungen im Arbeits-, Steuer und Melderecht sind geplant. Dazu zählt: Arbeitnehmer müssen im Fall einer Krankmeldung ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht mehr in Papierform einreichen. Stattdessen erstellt die Krankenkasse eine elektronische Meldung, die der Arbeitgeber bei Bedarf abrufen kann. Die deutschen Krankenkassen müssen derzeit laut FAZ fast 80 Millionen  Krankschreibungen im Jahr erstellen und bearbeiten. Der Wegfall der gelben Zettel soll den Bürokratieaufwand um knapp 550 Millionen Euro jährlich verringern.

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„Bürokratieentlastungsgesetz III“ soll Wirtschaft finanziell entlasten

Die Union und die SPD hatten im Koalitionsvertrag und auf einem Koalitionsgipfel vereinbart, ein Gesetz zum Bürokratieabbau umzusetzen. Der Gesetzesentwurf hält insgesamt ein Dutzend Änderungen fest. Demnach müssen Unternehmen zum Beispiel elektronisch gespeicherte Steuerunterlagen nicht mehr dauerhaft in verschiedenen Varianten aufbewahren. Auch die Kleinunternehmergrenze wird angehoben und Geringfügigkeitsgrenzen im Steuer- und Abgabenrecht angeglichen. Die Rechtsänderungen sollen die Wirtschaft insgesamt um 1,1 Milliarden Euro im Jahr entlasten.