Die Zukunft des Online Coaching (sponsored)

17.09.2020  |  HRM-Online-Redaktion
Wird Coaching digital?
© iStock / DjelicS

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Christina Vasiliadis von CoachHub und David Nitschke von der Quadriga Hochschule über aktuelle Trends im Online Coaching und worauf es dabei ankommt.

Wie hat sich Coaching durch die Corona-Pandemie verändert? Was konntet ihr bei der Quadriga Hochschule und bei CoachHub beobachten?

David: Wir konnten beobachten, dass sich Business Coaches im Bereich Online Coaching in den letzten sechs Monaten enorm professionalisiert haben. Der souveräne Umgang mit den gängigen Video-Plattformen ist längst zum Standard geworden. Darüber hinaus gab es einen starken Innovationsschub, der interaktive Coaching Sessions und Visualisierungen erlauben und somit die Methoden im Online Coaching deutlich erweitert haben. Als Ausbildungsakademie für Business Coaching erreichte uns eine erhöhte Nachfrage für unsere Online-Qualifizierungen im Coaching und wir haben erlebt, wie schnell sich eine ganze Berufsgruppe sehr flexibel das Thema Online Coaching erschlossen hat.

Christina: Uns geht es trotz der Krise glücklicherweise sehr gut. Als Unternehmen bieten wir einen noch größeren Mehrwert für alle, denn Online Coaching ist jetzt noch gefragter als je zuvor. Unsere Coaches arbeiten ausschließlich über unsere Video-Plattform und können daher mit ihrem Coachee flexibel und ortsunabhängig ihre Online Sessions durchführen. Unsere Coaches sind mehr denn je digital vernetzt und sind sich einig: Online Coaching ist eine Kompetenz, die man spätestens jetzt in die Ausbildungen mit einfließen lassen sollte, damit die nächste Generation an Coaches direkt in die digitale Coaching Welt eintauchen kann. Wir sehen tatsächlich auch einen extrem hohen Zuwachs der Nachfrage von Coaches, die in unseren Pool aufgenommen werden wollen, da sie unsere Mission als bedeutenden Mehrwert für die Unternehmenswelt und Chance für die eigene Positionierung sehen. Wir haben selbstverständlich viele unserer Coachees in der Corona-Krise begleitet, die Lösungen in Krisenzeiten mit ihren Coaches ausgearbeitet haben. Nichtsdestotrotz konnten wir auch vor der Corona-Krise deutlich beobachten, dass die Themen der Manager in allen Unternehmensebenen immens an Komplexität gewinnen und die Coaching Nachfrage indes stetig wächst.

Auf welche Fähigkeiten kommt es bei einem guten Online Coach eigentlich an?

Christina: Für einen erfolgreichen Online Coach ist es in erster Linie wichtig eine hohe digitale Affinität zu haben, um mit verschiedenen Tools den Coaching Prozess zu unterstützen und begleiten zu können. Häufig kommt es auch vor, dass technische Probleme beim Klienten auftauchen, was gegebenenfalls an einer zu geringen Bandbreite liegen kann. Damit muss ein Online Coach gelassen umgehen können und auch die kleinen Kniffe und Tricks kennen, zum Beispiel dem Browser erlauben, auf Mikrofon und Kamera zuzugreifen oder auch mal den Cache zu leeren. Das für die verschiedenen Browser und Betriebssysteme zu wissen ist schon recht anspruchsvoll. Für solche Fälle sollte ein guter Online Coach auch immer einen Plan B mit seinem Klienten absprechen, wie Telefon oder Videotelefonie über Hangouts oder Facetime.

David: Ein guter Online Coach versteht es, trotz der räumlichen Trennung und digitaler Interfaces Vertrauen mit seinen Klienten aufzubauen und eine positive und offene Coach-Coachee Beziehungen zu etablieren. Je souveräner ein Coach die technischen Aspekte des Online Coachings beherrscht, desto entspannter kann er dann auf das Anliegen des Coachees eingehen und empathisch den Prozess steuern.

Was für Aspekte in der Nutzung der Technik sind besonders zu beachten im Online Coaching? Könnt ihr bestimmte Tools empfehlen?

Christina: Das Thema Datenschutz steht natürlich an erster Stelle und muss bei der Auswahl der geeigneten Tools beachtet werden. Viele Video-Anbieter haben in den letzten Monaten stark aufgerüstet, um die Zusammenarbeit auch in Zeiten von Covid-19 zu ermöglichen. Im Hinblick auf mögliche Funktionalitäten steht Zoom ganz oben auf der Liste und bietet ein umfangreiches Spektrum, um Coachings digital zu unterstützen. Die Benutzerfreundlichkeit von Zoom ist jedoch noch ausbaufähig, daher greifen viele Coaches auch gerne auf Google Hangouts zurück. Auch bei CoachHub integrieren wir immer weitere Funktionen wie Screensharing oder kollaborative Whiteboard-Lösungen, mit denen sich das Coaching noch einfacher gestalten lässt. Andere Anbieter bauen komplexe Coaching Landschaften, wo Klienten Avarate am Bildschirm umherschieben, um somit zum Beispiel Aufstellungsarbeit zu operationalisieren. Bei all dem technischem Schnickschnack sollte jedoch eines nicht außer Acht gelassen werden – das Coaching selbst. Dabei sind vor allem die Kreativität und das gezielte Anwenden der Wirkungsprinzipien vom Coach gefragt. Coaches müssen lernen, wie sie bisher bekannte Interventionen digital durchführen können und dabei pragmatisch und zugleich wirkungsvoll bleiben. Vieles, was der Coach bisher für den Klienten getan hat, Auslegen von Bodenankern, muss nun vom Klienten selbst erledigt werden – das muss ein guter Online Coach anleiten und erklären können.

Wie wird sich Online Coaching zukünftig weiterentwickeln im Vergleich zum Präsenz-Coaching?

David: Der Coaching-Markt wird durch Online-Coaching deutlich zugänglicher und auch demokratischer, weil Coaching einer größeren Gruppe an Menschen zugänglich wird. Wir werden sicherlich in den nächsten 6-12 Monaten einen Boom an weiteren Online-Coaching Tools erleben. Diese werden es den Coaches erlauben, durch verbesserte Möglichkeiten in der Interaktion und Visualisierung die methodische Qualität zu optimieren. Zudem werden Coaches einen zunehmenden Anteil Ihrer Coaching-Zeit online verbringen – was nicht heißt, dass Präsenzcoaching nicht mehr nachgefragt wird. Das schöne für die Klienten ist: sie haben mehr Wahlmöglichkeiten.

Christina: Es werden sicherlich viele große Unternehmen ihre Learning & Development-Budgets eher für Online Coaching ausgeben als für Face-to-Face Training und Coaching. Die Unternehmenslandschaft weltweit befindet sich durch die digitale Transformation im wahrscheinlich wichtigsten Umbruch der Geschichte. Mich würde es daher nicht wundern, wenn die Gewichtung sich wesentlich stärker auf das Online Coaching im Vergleich zum Präsenz-Coaching verlegt. Unsere Plattform ist für skalierbare Programme mit Tausenden von Mitarbeitern gebaut – alleine dieser organisatorische Aufwand wäre ohne unsere externe Lösung für Unternehmen kaum stemmbar.

Spätestens seit Covid-19 wissen wir, dass die digitale Zusammenarbeit funktioniert und Studien mit unseren akademischen Partnern zeigen ebenfalls, dass die Beziehungsqualität im Coaching von der ersten Minute an auch rein digital maximal hoch ausgeprägt sein und bleiben kann. Demnach stehen dem anfänglichen Vorurteil, dass digital keine Beziehung aufgebaut werden kann, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse entgegen und wird durch unseren Erfahrungswert gestützt.

Warum habt ihr euch für eine Partnerschaft zwischen der Quadriga Akademie und dem Coach Relations Team entschlossen und wie wird eure Zusammenarbeit aussehen?

Christina: Die Quadriga Hochschule und CoachHub verfolgen das gemeinsame Ziel, die neue Generation der Business Coaches mit dem höchsten Standard an Wissen und Praxis auszubilden. Die Absolvent:innen sollen Schritt für Schritt ihre Vision realisieren, ihre Coachees von überall aus begleiten zu können. Digitale Coaching-Kompetenzen erlernen (etwas das bisher nur wenige Ausbildungsinstitute im Curriculum haben), Neues auszuprobieren und gemeinsame „Learnings“ zu analysieren werden sicherlich große Bestandteile unserer Zusammenarbeit sein. Wir freuen uns auf gemeinsame Event-Aktivitäten, Workshops und inspirierende neue Coaches, die die digitale Coaching-Landschaft aufrütteln.

David: Darüber hinaus planen wir, weitere Erkenntnisse in der Coaching Forschung rund um die Themen digitales Coaching und Wirksamkeit zu gewinnen und gemeinsam die Wissenslücke zu schließen. Gemeinsam mit CoachHub heben wir die Kombination aus digitaler Coaching-Praxis und wissenschaftlichen Ansätzen auf ein ganz neues Level.

Christina Vasiliadis ist Leiterin des Coach-Relations-Bereichs bei CoachHub und betreut die weltweite Community von 700 Coaches. David Nitschke ist Director of Coaching Training Programs an der Quadriga Hochschule.

CoachHub.io – The digital coaching platform

CoachHub ist eine „Mobile Coaching Cloud“ und ermöglicht personalisiertes Coaching für Mitarbeiter:innen aller Karrierestufen. Ein Pool an Top Coaches aus der ganzen Welt und die Anwendung für Web und Smartphone ermöglichen Live Coaching Sessions per Videokonferenz. So hilft CoachHub Manager:innen besser zu führen, Teams erfolgreicher zusammenzuarbeiten und Mitarbeiter:innen persönlich und professionell zu wachsen. Zur Website von CoachHub

Die Akademie für Coaching & Leadership der Quadriga Hochschule

Die Akademie für Coaching und Leadership führt die zahlreichen Kompetenzfelder der Quadriga Hochschule zusammen und verdichtet sie in einem einzigartigen Coaching-Portfolio. Die Ausbildung zum Business Coach befähigt die Teilnehmer:innen zum souveränen Umgang mit den Trends und Tiefenströmungen der Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung. Die Ausbildung integriert kontinuierlich wegweisende praktische Innovationen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Im interaktiven, intensiven Wechselspiel mit den Besten ihres Fachs entwickeln sich die Teilnehmer:innen zu reflektierten, souveränen und engagierten Business Coaches weiter. Zur Website der Akademie für Coaching & Leadership