Aus Fehlern lernen: Fuckup Nights

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(c) gettyimages / Sayan_Moongklang
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Sein eigenes Scheitern offen zugeben? Das machen die wenigsten gern. Dabei sind Fehler wichtig, sagt Yannick Kwik von Fuckup Nights.

Das Festival Fuck Up Riot war die beste Party, die nie stattfand und einer von vielen Fehlern, über die Yannik Kwik von Fuckup Nights gerne berichtet. Der Initiator der Veranstaltungsreihe erzählte bei der Tagung Gravity humorvoll, wie das Großevent über ein Jahr lang intensiv geplant wurde, um am Ende doch nie stattzufinden.

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Andere Manager würden über ein solches Versagen vermutlich lieber Stillschweigen bewahren. Fuckup Nights dagegen hat sich die Fehlerkultur auf die Fahnen geschrieben. Seit 2012 erzählen Professionals im Rahmen der Veranstaltungsreihe, woran sie selbst oder ihr Unternehmen gescheitert sind und was sie daraus gelernt haben – aber auch, was andere daraus lernen können.

Denn Fehler passieren nun mal jedem. Und wer sie zugibt und sich damit als ganz normaler Mensch offenbart, schafft nicht nur Transparenz, sondern auch Identifikation, sagt Kwik. Damit die Misserfolge am Ende nicht zu sehr schmerzen, empfiehlt er aber, Prozesse kleinschrittig zu planen und wöchentliche Fehlerreports einzuführen. Über Probleme sollten Manager und ihre Teams offen debattieren. Wer noch Hemmungen hat, dem empfiehlt Kwik einen Blick auf die Datensammlung des Failure Institutes. Dort kann man sich darüber informieren, wo und weshalb Unternehmen weltweit scheitern.